Langzeitstillen – Wir sind viele: Teil 2 Nadine

Ein paar Worte über Dich

Hallo, ich bin Nadine. Ich bin 39 Jahre alt und Mama von 3 Mädchen. 17, 15 Jahre und Elli wird im September 3 Jahre alt. Ich bin gelernte Kinderpflegerin und arbeite mittlerweile als Tagesmutter.

Hast Du dir vor der Geburt vorgenommen zu stillen?

Ja.

Hattest Du schon einmal Probleme beim Stillen, z.B. einen Milchstau, Stillstreik oä?

Ja ich glaub nach 4 Wochen hatte ich ne Brustentzündung, die meine Hebamme zum Glück schnell mit Globulis beheben konnte.

Wie lange stillst Du?

Seit 2 Jahren und 9 Monaten

Hast Du erwartet oder geplant, so lange zu stillen?

Ja. Ich wollte von Anfang an, dass Elli selbst entscheiden darf, wann sie es nicht mehr braucht.

Warum stillt ihr “noch”?

Weil es das Bedürfnis von Elli ist. Und ich es noch kann.


Wie steht Dein Umfeld dazu? Dein/e Partner/in, Familie, Freunde?


Stehen ziemlich alle hinter mir. Und die, die was sagten, halten sich mittlerweile raus.

Hast Du Freundinnen, die auch lange stillen? Bzw. wie viele Langzeitstillende kennst Du?

Ja eine gute Freundin stillt ihr 3 jähriges Mädchen auch noch. Tatsächlich kenne ich persönlich nur die eine, welche über das erste Jahr hinaus stillt.

Stillst Du in der Öffentlichkeit? Welche Erfahrungen hast Du dabei gemacht?

Ja überall. Ohne Tuch und ohne mich zu verstecken. Bis jetzt keine negativen.

Wie lange möchtest Du noch stillen?

Solange bis Elli entscheidet, dass sie es nicht mehr braucht.
Beschreib mal, wie sieht so ein normaler Tag bei euch aus (stilltechnisch)?
Zum einschlafen und wach werden stillen wir. Zum Mama tanken, wenn sie sich weh getan hat, und wenn sie müde ist. Es ist unterschiedlich. Jeder Tag ist anders. Nur das Einschlafstillen und wach werden stillen sind gleich.

Was magst Du besonders am Stillen?

Die Nähe und Vertrautheit.

Mit welchen Vorurteilen hast Du zu kämpfen?

Zum Glück mit keinen.

Was denkst Du, woher kommen die Vorurteile dem Langzeitstillen gegenüber?

Unwissenheit und dass die Brust von vielen als Sexobjekt gesehen wird.

Warum ist Stillen das Normalste der Welt?

Warum haben wir Frauen Brüste die selbst Milch produzieren, mit der wir unsere Kinder ernähren können? Normaler geht es doch nicht…

Was würdest Du dir von deinem Umfeld, von der Politik und oder der Gesellschaft wünschen?

Mehr Akzeptanz und Toleranz.

Was möchtest Du jungen Stillmamas oder Schwangeren mit auf den Weg geben?

Nicht aufgeben. Die ersten Wochen können sehr schmerzhaft und anstrengend sein, aber wenn man dabei bleibt, sich und seinem Kind vertraut, wird man mit dem Schönsten und einfachsten belohnt.

Wie nennt ihr das Stillen? Sprechende Kinder haben ja die lustigsten Namen dafür

Mimi

Vielen Dank, liebe Nadine!

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