Stillen und Grillen WiB 18./19.April

SAMSTAG

Zu Ostern war es blogtechnisch still hier. Ich hatte schlichtweg keine Lust aufs bloggen. Am Ostersonntag bin ich mit dickem Kloß im Hals aufgewacht. Normalerweise wären wir in diesen Tagen bei den Omas und Opas, hätten selbst Besuch empfangen. An Ostern nur im kleinsten Kreise zu sein, wäre noch ok. Doch die Frage, wann wir vor allem unsere Eltern wieder in die Arme nehmen können, die macht mir zu schaffen. Dabei geht es mir überhaupt nicht darum, was “erlaubt” ist, sondern was ich vor mir selbst verantworten kann. Ganz streng genommen dürften wir das ziemlich lange nicht. Das tut weh. Dank gutem Wetter bekommen wir die Ostertage auf dem Hof ganz gut rum. Aber immer wieder, besonders Abends und Morgens verliere ich meinen inneren Sonnenschein und es wird düster.

Homeoffice mit Kindern
HOMEOFFICE MIT KINDERN

Am Samstagmorgen ist das Aufstehen nicht so schwer. Pascal macht ein bisschen Homeoffice, Leo isst Salz mit Ei und ich gehe einkaufen.

Am Nachmittag sitze ich an der Arbeit und die Nachbarn versüßen uns den Nachmittag mit köstlichem Möhrenkuchen, der uns an der Wohnungstür überreicht wird. Auch zu Ostern letzte Woche hatte der Osterhase viel zu tun, so oft wie er die Treppen hier hoch und runter gehoppelt ist und kleine Osternestchen verteilt hat.

Am Abend zieht es sich zwar zu, doch drei von vier möchten unbedingt Grillen. Das Fleisch hatte ich weise vorausschauend heute morgen geholt. Dazu gibt es schnellen Kartoffelsalat und Tomaten. Und Milch für Ella.

STILLEN UND GRILLEN

Später wollen Pascal und ich ein wenig Serie gucken. Wie so oft in letzter Zeit leistet uns eines der Kinder Gesellschaft.

SONNTAG

Morgen muss Pascal wieder in die Klinik, daher wollte ich eigentlich heute so richtig lange ausschlafen. Stattdessen bin ich eher früh wach und sehr schlecht gelaunt. Warum genau weiß ich gar nicht so genau. Um acht Uhr gebe ich auf und gehe zu den Männern ins Wohnzimmer. Man sieht mir meine Gewitterwolken wohl an und möglicherweise grummele ich auch laut vor mich hin. Auf vorsichtige Nachfrage, was denn los sei kann ich nur ehrlich antworten: Es ist einfach ALLES scheiße!

Ich kuschele mit Leo, mache Sport, backe Brötchen auf und dusche. Danach geht es mir schon besser. Eigentlich möchte ich mir dann ein bisschen Markus Lanz ansehen. Leider muckt unser Internet/Fritzbox/W-Lan oder was auch immer rum.

Während Pascal dem Internetdingsbums gut zuredet, mache ich uns einen Obstboden mit Pudding. Für die Nachbarn bleibt gerade so ein kleiner Rest übrig, den die Kinder und ich mit gebührendem Abstand nach oben bringen. Die Kinder quasseln eine kleine Ewigkeit und man merkt ganz deutlich, dass ihnen der Austausch mit anderen fehlt. Mir auch, aber das bisschen Gebrülle über die Kinderstimmen hinweg muss reichen. Keine Ahnung, wie lange ich das noch durchhalte.

Der Anblick der Wäscheberge lässt mich auch ein wenig verzweifeln. Irgendwie teilt sich die Gesellschaft auch in zwei Sparten auf: Diejenigen, bei denen es so sauber wie noch nie zuvor ist. Und Solche, die im heimischen Chaos untergehen. Wo würdet ihr euch da einordnen? Und habt ihr noch Luft, oder geht euch auch so langsam die Quarantänepuste aus?

Wäscheberge

Wir machen nun Frikadellen und dann – ich gebe die Hoffnung nicht auf – Feierabend. Später verlinke ich euch dann noch das WiB von Alu und Konsti.

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