Schmerz lass nach! Wib 8./9. Februar

Januar

Es war recht still hier den ersten Monat des Jahres, zumindest was den Blog betrifft. Aber keine Sorge, es geht uns gut… so halb. Den größten Teil der letzten Wochen habe ich mit Recherche, Schreiben und Arbeiten verbracht. Da war fürs Bloggen weder Zeit noch Platz in meinem Kopf. Wo wir grade beim Thema sind: Mein Kopf wurde gleich mehrfach untersucht. Die scheiß Schmerzen sind immernoch da und keiner weiß so recht, woher sie kommen. Röntgen war eigentlich unauffällig. Die Beißschiene hilft leider auch nicht. Und mir gehen die Ungewissheit und die permanenten Zahnschmerzen so richtig auf den Sack. Verständlicherweise nimmt mir das zur Zeit auch die nötige Leichtigkeit.

Schmerz lass nach!

Am Montag werde ich mir dann wohl doch einen Termin beim Kieferchirurgen machen. Dann werden mir – hoffentlich ganz bald! – die unteren Weißheitszähne herausgekloppt. Ich kann ganz ehrlich sagen: Alter, ich habe Schiss! Eigentlich bin ich bei Arztbesuchen immer entspannt und voriges Jahr habe ich mit unten ein paar Backenzähne ohne Betäubung bohren und füllen lassen. Aber vor der OP hab ich so richtig die Hosen voll. Nicht wegen der Schmerzen, sondern vor eventuellen Komplikationen. Allem voran vor genervten Nerven. Und davor, dass es auch nicht die Ursache ist. Ne, im Moment bin ich leider nicht so happy.

Erwartet hatte ich eigentlich totale Glückseligkeit. Nach 2 Monaten habe ich die Facharbeit gerade noch rechtzeitig vor der Abgabe beim Seminar fertig bekommen. Mit Sondergenehmigung durften es 51 statt 15 Seiten sein und ich bedanke mich auch auf diesem Wege ganz herzlich für eure Unterstützung und Interesse. Das ist in der Tat so hoch – auch mein eigenes! – das nun ein Buch daraus wird. Die Suche nach Interviewpartnern geht daher munter weiter. Je mehr, desto besser! Wer ein Kleinkind stillt, Papa eines gestillten Kleinkindes ist/oder war und auch wer das Kleinkindstillen irgendwie befremdlich oder total unbekannt findet darf sich gern zwecks Interview bei mir melden. Und wer mag, kann seinen Gastbeitrag hier auf dem Blog veröffentlichen lassen. Der erste Teil der Papareihe ist schon online.

kleinkindstillen papas erzählen

Mit Schmerzen und Angst schreibt es sich aber leider nicht so gut. Und es stehen auch noch einige Hospitationen in der Klinik an. Kein Wunder also, das mein Kopf nicht nur schmerzt, sondern auch schwirrt. Das Frühstück am Samstag fällt daher sehr bescheiden aus.

SAMSTAG

Beim Einkauf danach ist auch der Wurm drin. Erst wollen die Kids nicht mit. Dann rennt Ella mehrfach weg und versteckt sich, sodass mir das Herz in der Brust stehen bleibt. Mein pädagogisch wertloses Schimpfen hinterher ist zwar verständlich, aber nicht sehr hilfreich. Als wir uns dann zwischen Leberwurst und Yakari CDs endlich in den Arm nehmen, steht die Welt kurz ein bisschen still. Möglicherweise fanden die Einkaufswagendrängler den Stillstand nicht so lustig. Das geht mir aber mittlerweile echt am Arsch vorbei.

Passend zu unseren inneren Stürmen bereiten wir uns auf das Sturmtief Sabine vor. Die Kita am Montag wird abgeblasen. Die Kinder freuts und mich eigentlich auch. Zur Zeit habe ich meine Familie sehr gern um mich. Äh also gerner als sonst noch. Die Nähe beruhigt meinen inneren Angsthasen und meine Sorgen. Ja, es geht doch nichts über feste und gesunde Wurzeln. Außer meine Weißheitszähne – die dürfen bitte sehr lose verwurzelt sein!

Am Nachmittag gehen Pascal und Ella nochmal los, das vergessene Toastbrot holen. Leo hört währenddessen ein Hörspiel in Dauerschleife. Ich bemitleide mich kurz selbst ob dieser akustischen Malträtierung und suche ein bisschen verzweifelt nach meinen Kopfhörern. Überraschung: ich finde sie nicht. Auch raus muss die Pizza aus dem Ofen. Heute mal mit Fertigteig und für Ella mit Milchvorspeise.

SONNTAG

Ich habe blöd geträumt und keine Lust aufzustehen. Der Rest der Familie ist auch nicht gerade bester Laune und wir streiten und so durch den Vormittag. Das Frühstück klappt aber ganz gut. Immerhin.

Im Laufe des Tages erreichen uns viele Nachrichten über Sturm-unfälle und ich weiß mal wieder sehr zu schätzen, wie gut wir es hier in der Kölner Bucht haben. Gerade ist es kurz vor Vier und bisher windet es draußen nur ein wenig. Mal sehen wie der Abend wird und vor allem der Montag. Pascal muss ja zur Arbeit und ich müsste zumindest kurz etwas einkaufen. Zur Not ziehen die Kids ihre Helme an und wir flitzen schnell los zum nächsten Dicounter. Ansonsten darf ich mich morgen sicher über sehr viele Kunstwerke freuen.

Am frühen Abend übermannt Ella die Müdigkeit. Auf Mama schläft es sich einfach am besten. Ich lasse sie schlafen und erinnere mich an ihr erstes Lebensjahr, das wir gemeinsam zu 90% genau so verbracht haben.

Dann wird es Zeit für das Abendessen. Während die Suppe köchelt, schauen wir Mamma Mia.

Sehr viel mehr passiert wohl nicht mehr (will ich mal hoffen). Drückt mir bitte die Daumen für die Terminvergabe morgen. Über ermunternde Zahn-Op Geschichten wäre ich auch sehr dankbar. Ansonsten: kommt gut in die nächste Woche und lasst euch nicht wegwehen.

Zum WiB von Alu (herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!) geht es wie immer hier entlang.

2 Gedanken zu „Schmerz lass nach! Wib 8./9. Februar“

  1. Schön wieder von dir zu lesen. Ich hab mir schon ein bisschen Sorgen gemacht. Es tut mir echt leid, dass du immer noch Schmerzen hast … das ist wirklich unnötig.
    Meine Daumen sind morgen für dich gedrückt. Mit Geschichten über Zahn-OPs – egal ob positiv oder negativ – kann ich zum Glück nicht dienen. Aber ich kann deine Unruhe so gut verstehen und bin beeindruckt von deiner Coolness beim Zahnarzt. Ich mach den Mund ohne Betäubung gar nicht erst auf. Immerhin bin ich bis jetzt mit guten und komplikationslosen Zähnen gesegnet.

    Ich wünsch dir einen schönen Wochen,
    Sophie

    1. Ach liebe Sophie, danke fürs Daumen drücken. Ich habe direkt für morgen einen Termin fürs Vorgespräch bekommen und hoffe sehr, dass es gut läuft. Vielleicht kann ich dann nächste Woche schon zur OP hin. Und herlichen Glückwunsch zu deinen komplikationslosen Zähnen. Ich durfte mich auch knapp 30 Jahre darüber freuen und hole jetzt scheinbar so zeimlich alles auf einmal nach. Gesundheit ist so wertvoll und wird als viel zu selbstverständlich angesehen (obwohl ich das eigentlich schon lange nicht mehr so selbstverständlich sehe). Man bin ich froh, wenn der Spuk vorbei ist und es tatsächlich an den Weißheitszähnen liegt. LG

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