Kleinkindstillen – Papas erzählen. Teil 1 Pascal aka mein Mann

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Wir Frauen und Mütter reden viel über das Stillen und mehr und mehr auch über das Stillen von Kleinkindern. Wie aber denken eigentlich die Männer – also die Papas – darüber. Ab jetzt gibt es hier Einblicke in die Männersicht, eine Sicht die viel zu selten gehört wird! Die Reihe beginnt mit meinem Ehefreund, Pascal:

“Genießt die Stillzeit. So schnell lässt sich kein Baby / Kind beruhigen, wie durch das Stillen. Auch Haare kämmen oder andere Tätigkeiten, wo Kinder immer rumzappeln sind immer einfacher, wenn es gerade stillt.

Hast du dir vor der Geburt Gedanken über das Stillen gemacht oder dich darüber informiert?

Nein ich habe mir keine Gedanken darüber gemacht, da ich die Basics schon in meiner Ausbildung eingetrichtert bekommen habe.

Warst du bei der Geburt dabei und wie hast du sie erlebt?

Ja, ich habe beide Geburten erlebt. Die erste dauerte gefühlt sehr lang, so dass ich zwischenzeitlich zu Hause war, da wir vergessen hatten den Babysitz mit ins Krankenhaus zu nehmen, obwohl wir die Geburt ambulant machen wollten. Die „Pause“ daheim habe ich für einen kurzen Pizzasnack und ein Schläfchen genutzt 😊
Die zweite Geburt war dafür sehr schön. Andere Klinik, viel freundlichere und kompetentere Hebamme und wir konnten nach der Geburt sogar am gleichen Tag nach Hause.

Wie hast du dich gefühlt, als dein Kind die ersten Male gestillt hat?

Es war ein wunderschöner Anblick und ganz neue Geräusche. Jedes Kind hat da so seine eigene Geräuschkulisse.

Hat dich etwas irritiert z.B. wie oft ein Kind stillt etc.?

Nein, eigentlich nicht.

Falls es Stillprobleme gab: hast du dich hilflos/wütend/ungeduldig gefühlt oder konntest nicht verstehen, warum deine Frau weiter stillen möchte, statt die Flasche zu geben?

Beim ersten Kind wollte ich gerne die Frau entlasten und auch mal „Stillen“, also die Flasche geben. Das hat ab und zu zum Streit geführt, weil ich dann mit der Flasche gefüttert habe. Beim zweiten Kind war ich da schon entspannter. Alle Stillprobleme ließen sich gut mit Beratung der Hebamme lösen.

Siehst du Vor oder Nachteile des Stillens bzw. des „längeren“ Stillens?

Ich sehe ganz klar die Vorteile. Gerade der Austausch in der Kita zeigt, dass unsere Kinder kaum krank sind und auch sämtliche Krankheiten (Magen-Darm, Hand-Mund-Fuß usw.) nahezu blitzartig verarbeiten und wir dies teilweise nicht mal bemerkt haben. Erst der Kinderarzt hat uns z.B. darauf hingewiesen, dass die sich ablösenden Fingernägel (Es waren nur 2-3) für eine durchgemachte Hand-Mund-Fuß Erkrankung sprechen.

Ab wann gilt für dich die Bezeichnung „Langzeitstillen“?

Ich lege da keine Zeiten fest. Für mich stillt das Baby / Kind einfach. Ich sehe da keine zeitliche Begrenzung.

Redet ihr unter Männern über das Stillen/das längere Stillen?

Ich habe noch nicht im Freundeskreis ausführlich darüber gesprochen.

Was geht dir durch den Kopf, wenn du dein Kind stillen siehst?

Selbst wenn die „Großen“ stillen, sehe ich sie dann immer wieder als kleines Baby. Ein schöner Anblick.

(Wie) unterstützt du deine Frau beim Stillen?

Beim Großen habe ich damals ab einem gewissen Alter nachts ab und an die Flasche gegeben.

Würdest du manchmal gern wissen, wie es ist zu stillen? Oder bist du froh, dass du nicht stillen „musst“?

Nein, ich bin froh, dass ich meinen Körper für mich habe 😉

Welche Vorurteile dem „Langzeitstillen“ gegenüber bekommst du im Alltag mit? Wie reagierst du darauf?

Noch hat mich niemand darauf angesprochen und ich habe noch keine abwertenden Reaktionen selbst erlebt.

Freust du dich, wenn du deine Frau wieder „ganz für dich hast“?

Oh ja

Wenn deine Frau noch stillt, wann würdest du die Grenze setzen/würdest du überhaupt dabei mitreden?

Ja wenn es zu schwerwiegenden gesundheitlichen Schäden führen würde. Ansonsten gibt es da keine Grenze.

Steht das Stillen euren Liebesleben im Wege?

Weniger das Stillen, sondern die Kinder und ihr Bedürfnis nach Aufmerksamkeit stehen diesem im Weg.

Hat der Anblick einer stillenden Mutter etwas Sexuelles oder Erregendes für dich, oder glaubst du, dass es anderen Männern so geht?

Mir geht es nicht so und ich glaube, dass das anderen genauso geht.

Was möchtest du anderen Papas mit auf den Weg geben?

Genießt die Stillzeit. So schnell lässt sich kein Baby / Kind beruhigen, wie durch das Stillen. Auch Haare kämmen oder andere Tätigkeiten, wo Kinder immer rumzappeln sind immer einfacher, wenn es gerade stillt.

Vielen Dank mein Schatz!

Weiterführende Links:

Mein Bericht: Kleinkindstillen – 3 Jahre stillen

Facebookgruppe Kleinkindstillen wir sind viele

Facebookgruppe unterm-dreck-ists-sauber

Kleinkindstillen wir sind viele! – die Sammlung

3 Gedanken zu „Kleinkindstillen – Papas erzählen. Teil 1 Pascal aka mein Mann“

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