#Paarbleiben – Be My Valentine

The Same Procedure As Last Year? The Same Procedure As Every Year!

Morgen ist es wieder so weit: der 14. Februar, allen bekannt als Valentinstag. Der Tag der Liebenden. Seit Tagen blitzen mir überalle rosarote Plakate und Werbebanner für Blumensträuße, Pralinenschachteln und in Herzform gepresste Lebensmittel entgegen. Keine Chance für falsche Ausreden: Valentinstag? Hab ich wohl vergessen, mein Pupsibär! Gleichzeitig schürt die massive Werbepräsenz hohe Erwartungen, besonders in der Damenwelt. Wer wahrhaft liebt, dem ist nichts zu teuer für seine Angebetete. Die Sparsamen werden von vermeintlichen Sonderangeboten geködert.

War das schon immer so? Wen oder was feiern wir eigentlich am 14. Februar?

Ganz geklärt ist der Ursprung dieses Feiertages nicht. Namensgeber sind vermutlich gleich mehrere Heilige und Märtyrer, die sich für die Segnung und Eheschließung (verfolgter) Paare einsetzten und ihnen Blumen schenkten. Außerdem widmete man den 14. Februar im alten Rom der Göttin Juno, der Schutzheiligen der Ehe. So richtig Fahrt nahm die Geschichte im 15. Jahrhundert auf. Die lieben Franzosen sollen es ab da am Hofe ordentlich haben krachen lassen – mit Blümchen und Bienchen. Bis zur ersten Massenproduktion von Valentinskarten hat es dennoch bis ca 1850 gedauert. Mittlerweile flattern jährlich 190 Millionen Liebsgrüße in die amerikanischen Briefkästen, und der Umsatz der deutschen Blumenhändler verdoppelt sich in der Valentsinswoche auf 60 Millionen € (Stand 2017).

Der Valentinstag … an sich finde ich die Idee, der Liebe – zum Partner, zu den Eltern, den Kindern oder dem Hund – mehr Aufmerksamkeit zu schenken gut und wichtig.

Als Jugendliche und junge Erwachsene habe ich mich unreflektiert mitreißen lassen und munter Verschenkt und Geschenke erwartet. Ich habe diesem einen Tag von 365 eine große Bedeutung zugemessen. Heute ist das anders. Ich habe Pascal sogar mehrfach verboten, mir an diesem Tag etwas zu schenken und besorge auch selbst nichts für ihn.

Was hat sich verändert?

Mein Blick auf die Liebe, mein Verständis von Beziehung und Partnerschaft und mein Bewusstsein für die Macht der Werbeindustrie. Vor gut fünf Jahren habe ich meinen Mann kennengelernt. Es war Liebe auf den ersten Blick. Wir wussten beide sofort: das ist er, mein Partner fürs Leben. Ein tiefes Gefühl der Verbundenheit, die Gewissheit angekommen zu sein. Aus den vielen kleinen Schmetterlingen wurde ein Adler mit starken Flügeln. Flügel, die uns durch unser ganzes Leben tragen können. Durch den Alltag. Durch die guten und die schlechten Zeiten.

Beziehung ist Arbeit.

Sich als Paar zwischen Arbeit, Familie und den alltäglichen Sorgen und Anforderungen nicht aus den Augen zu verlieren ist oft leichter gesagt als getan. Wir nehmen uns keine Zeit, sind zu müde oder sehen unseren Partner irgendwann als selbstverständlich an. Wir fressen Dinge, die uns aneinadner stören in uns hinein, statt sie anzusprechen. Der innerliche Frustberg wächst und nimmt uns vielleicht die Sicht auf all die liebenswerten Eigenschaften und Gesten des Anderen. Der Mangel an Aufmerksamkeit – für so mache Beziehung ist dies der Anfang vom Ende.

PCs, Küchenmaschinen, alte Uhrwerke und Pflanzen – sie alle brauchen kontinuierliche Pflege, um lange zu halten.

Menschliche Beziehungen sind da nicht anders. Und mir persönlich reicht ein einziger Tag nicht. Schon gar nicht, wenn er mir einfach so vorgegeben wird. Eine Geschenk am Valentinstag hat für mich durch den ganzen Konsumrummel und den gesellschaftlichen “Zwang” sogar weniger Wert als eine kleine Überraschung mitten im Alltag. Das ist dann nämlich etwas, das von Herzen kommt. Etwas, dass mir sagen soll: Ich liebe dich und ich musste gerade ganz besonders an dich denken. Ohne Werbung, ohne Vorgaben. Nur du und ich. Wir zwei.

Es muss nicht der Strauß Blumen (der laut Statistischem Bundesamt am Valentinstag übrigens 7,7 Prozent teurer ist als im Jahresschnitt!!) oder die Schachtel Pralinen sein. Was mein Herz hüpfen lässt, ist der kleine Zettel oder die fertige Kanne Tee am Morgen. Das offene Lächeln, das wir uns über die tobenden Kinder hinweg zuwerfen. Die Massage am Nachmittag, in deren Genuss ich mehrmals wöchentlich komme. Dinge im Alltag, die uns zeigen: ich liebe dich. Nur regelmäßiger Flügelschlag hält uns in der Luft, selbst in stürmischen Zeiten. Und ja, auch nach Jahren erreichen wir manchmal wieder Wolke sieben.

The Same Procedure As Last Year?- The Same Procedure As Everyday!

P.S. Die Kette habe ich nicht zum Valentinstag bekommen. Die hat Pascal mir umgehängt, als ich letzens kochend in der Küche stand. Da habe ich geweint vor Freude und Überraschung. Und weil er genau meinen Geschmack getroffen hat. Weil er mich kennt, wie kein anderer! Mein Schatz, ich liebe dich!

P.P.S. Den herzförmigen Käse habe ich trotzdem geholt. Weil Pascal doch gebackenen Camenbert so gerne isst. Hihi.

Wie haltet ihr das mit dem Valentinstag? Bellas Gedanken dazu findet ihr bei familieberlin und DIY-Fans finden vielleicht bei einerschreitimmer die ein oder andere schöne Idee. Selbstgemachtes find ich ja immer gut!

#valentinstag #bemyvalentine #paarbleiben #liebe #diy #beziehungistarbeit

 

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Comments

Romy Matthias

Wir schenken uns an diesem Tage auch nix, würde nur als Zwang rüberkommen. LG Romy

    Alexandra

    genau, so sehe ich das auch!

Steffi

Seh ich genauso! Mein Mann hat mich diese Woche auch überrascht mit einem Geschenk – dafür braucht‘s nicht diesen expliziten Tag.

    Alexandra

    hihi, Überraschungen sind einfach viel schöner, oder?

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