Von kleinen Kakteen und schlechten Ideen: Unser WiB 7./8. September

SAMSTAG

Samstag – der erste Tag seit langem, an dem ich zuhause wieder Socken trage. Allerdings erst am Nachmittag. Vorher überfüllen wir unsere Vorratsschränke und ich mache Sport.

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Danach ruht sich Leo etwas aus, während er sich inhaltlich auf den heutigen Ausflug vorbereitet. Das Kinderzimmer ist gerade eh tabu…

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…denn Pascal und Ella räumen um und auf. Der Grund: unsere Fritzbox oder ein ähnliches Internetdings, von dem ich keine Ahnung habe, ist hinter der Kommode und soll für den Besuch eines Internetfritzen hergerichtet werden. Irgendwie sowas. Ich glaube, der Bereich für Technikram und Zahlen in meinem Gehirn ist eine leere Wüste, in der nicht einmal ein kleiner Kakuts überlebt. Mir ist im nachhinein schier unerklärlich, wie ich in den drei Jahren der Oberstufe von einem 4-5er Matheschüler zu einem 1er Schüler mutieren konnte. Was Willenskraft so alles kann!

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A propos Wille: als es am Nachmittag Zeit für das Sommerfest der Klinksfeuerwehr ist, habe ich absolut keine Lust. Zwei kleine Dickköpfe haben mir heute schon sämtliche Kräfte abverlangt und ich bleibe zuhause. Als es dann anfängt zu regnen passiert es: ich öffne die Schublade mit Kuschelsocken und schwanke innerlich zwischen: och nee, jetzt fängt die graue Jahreszeit an und naja, diese krassen Hitzewellen werde ich nicht vermissen.

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Während ich so meinen Gedanken nachhänge und ein bisschen arbeite, haben meine Süßen großen Spaß beim Brände löschen. Das Häuschen hat die Mannschaft selbst gebastelt – ich finde es großratig, wieviel Arbeit und Liebe jedes Jahr in das Sommerfest gesteckt wird!

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Groß sind auch die Augen der Kinder, als sie eine Runde im Feuerwehrauto mitfahern dürfen.

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Am frühen Abend kommen ein paar glückliche Kinder heim. Das Glück weicht schnell der Müdigkeit (keine Mittagspause). Wir schaffen es dennoch halbwegs harmonisch zusammen das Abendessen zuzubereiten.

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Trotzdem, das Essen wird von beiden zunächst verschmäht – höchstselbst gemacht und genau so bestellt hin oder her. Leo gibt dem Hunger schließlich nach und schaufelt sich halb schlafend Kartoffeln, Blumenkohl und – nach anfänglicher Mäkelei weil eklige Zwiebelstückchen – auch die Frikadellen rein. Das Zubettbringen klappt zum Glück gut. Nur die plötzlich aufkommenden Halsschmerzen dämpfen meine Freude. Nicht schon wieder.

SONNTAG

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Doch, schon wieder. Ich verbringe die Nacht mit ab- und zudecken und fühle mich morgens wie gerädert. Mir tut mal wieder alles weh und am liebsten würde ich einfach liegen bleiben. Nur herumliegen finde ich aber auch fürchterlich. Ich mache Sport (ja, ich hatte schon bessere Ideen) und fühle mich danach noch schlechter. Den Rest des Tages versuche ich mich so gut es geht zu schonen. Ein bisschen Arbeit (geht ja auch super von der Couch aus), ein bisschen Wäsche und eine gute Portion Selbstmitleid. Zum Glück sind vom gestrigen Abendessen noch viele Reste da, die ich am Abend einfach aufwärmen kann. Nun bleibt zu hoffen, dass ich ganz schnell wieder gesund werde. Nächste Woche werde ich nämlich 30 und wenn ich schon nicht feiere (kein Bock auf den Aufwand), so will ich doch zumindest gesund sein. Mehr wünsche ich mir auch nicht: Gesund und zusammen mit meiner Familie sein.

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