Baby Count Down: SSW 37, Hausgeburt und WiB 20./21. Februar

Was bisher geschah:

Keine Sorge, es geht uns gut! Zwar war es auf dem Blog recht still, im echten Leben dafür umso voller und wuseliger. Im Januar und auch Anfang Februar habe ich sehr viel gearbeitet, die Kids sind nach wie vor zuhause und auch der Mann verlagert große Teile seiner Arbeit ins Homeoffice. Was möglicherweise zu sanften Spannungen geführt hat. Ein Donnerwetter war da irgenwie unausweichlich, und lieber einmal ordentlich als dieses vor sich hin schwelen. Leider mein Geruchsempfinden nicht sonderlich zuträglich, denn der Mann stinkt mir noch immer. Ja wirklich! Seitdem ich das hier und auf Insta angesprochen habe, haben mir so einige von euch geschrieben dass es ihnen während der Schwangerschaft auch so ging. Bleibt nur zu hoffen, dass es sich in ein paar Tagen oder Wochen wieder bessert, wenn der Bauchzwerg sich zu uns gesellt.

Apropos Bauch: Holla, dafür dass er so lange auf sich warten ließ, ist er nun …uff! In jedem Fall ist er deutlich größer als bei Ella und Leo und das Gummibärchen ist eher ein kleiner Ninja. Es dehnt und formt den Bauch wie es möchte, ohne Rücksicht auf Verluste. Das sieht nicht nur abenteuerlich aus, sonder fühlt sich auch so an als würde meine Bauchdecke aufreißen. Vermutlich hat das Baby sich daher entschieden, es sich hartnäckig in Querlage zu begeben. So kam ich in das Vergnügen eines Bauchgurtes, der nicht unbedingt angenehm ist aber, so scheint es, das Gummibärchen in die richtige Startposition verhilft. Tatsächlich ist der Popo nun meist oben. Ab und an rumpumpelt es aber dennoch und plötzlich werde ich in den Rücken getreten. Kein Witz.

AUTSCH!

Nach anfänglicher Nervosität bin ich mittlerweile aber sehr zuversichtlich, dass Gummibär da bleibt wo es ist. Seit eingigen Tagen sind auch die Senkwehen da, die das Köpfchen hoffentlich richtung Becken schieben. In jedem Fall ist da nun ordentlich Wumms hinter den Wehen und ab und am macht der untere Rücken mit. Das bedeutet bei mir: wird langsam „ernst“. Zum Glück haben wir den Gipsabdruck letztes Wochenende schon gemacht. Dafür stand ich zitternd splitternackt in der Küche. Das Krönchen setzte aber dann die fehlende Vaseline auf meinem Bauch. Ohne ist ….AUTSCH! Na zumindest haben die Kids nun einen guten ersten Eindruck, wie laut die Mama werden kann wenn das Baby kommt. Auch erfreulich: der Mann hat nun, in SSW 37 meine Umstandshose gefunden. Läuft!

Und da es viele interessiert: ja ich habe ausschließlich die Ultraschalluntersuchungen beim Gyn wahrgenommen, der ganze Rest fand bei meinen großartigen Hebammen statt. Jedes Mal bin ich über die Qualitätsunterschiede überrascht. Um es kurz zu machen, die Gyn Termine laufen so ab: 2h warten, trotz Termin. 5 Minuten von der MTA gewogen werden (ohne die Hausnummer zu nennen, die weiß ich nach wie vor nicht) und Blutdruck gemessen bekommen. 5 Minuten Ultraschall. Fertig. Bei meinen Hebammen: je nachdem 30-60 Minuten Vorsorge mit Gesprächen was so ansteht, was mich beschäftigt, in aller Ruhe Herzchen hören, Werte messen und Baby tasten. 30-60 Minuten einfach nur werdenende Mama sein.

Nestbautrieb und Apfelmus

Die Aufklärung zur Hausgeburt bei uns zuhause haben wir auch schon erledigt. Die Kids waren zuerst krass aufgeregt. „Mama kommt jetzt das Baby?!“. Ich bin so gespannt wie es dann sein wird, wie sie reagieren werden wenn es tatsächlich losgeht. Bis vor kurzem war Leo eher verunsichert wenn ich mal eine Wehe veratmet habe. Seit ein paar Tagen hat sich etwas verändert. Wie Ella scheint er zu merken, dass es nichts schlimmes ist, sondern dazu gehört. Geburt, Baby, Wehen, Stillen – das sind seit einger Zeit sowieso ganz intensive und beliebte Rollenspiel-Themen. Außerdem habe ich auf Familienbildern nun immer ein Baby mit Fruchtblase in meinem Bauch, Ella bastelt mit Vorliebe „Nabelschnur mit Baby“. Und aus irgendeinem Grund ist Ella schon ganz heiß darauf, dass Baby mit Apfelmus zu füttern.

Was den Mann betrifft: der hat genauso „Nestbautrieb“ wie ich. Das ist schon ziemlich süß. Wir versuchen nun auch bewusst die nächsten Tage zu genießen, denn diese Schwangerschaft ist insgesamt absolut untergangen. Zu viel drumherum, in so vielen Bereichen. Auch aus diesem Grund bin ich auch noch nicht so weit. Ich bin noch nicht fertig mit „schwanger sein“. Und so lange das fehlt, solange ich nicht bereit bin loszulassen – so lange ist die Geburt auch noch nicht in Sicht. Bis zum ET werde ich erfahrungsgemäß dennoch nicht kommen. Ella und Leo waren beide eher frühe Vögelchen und tatsächlich liegt das auch in der Familie. Nun, es bleibt spanndend. Hauptsache, wir begrüßen unser Nesthäkchen hier bei uns zuhause. Wenn es passt, im Geburtspool. Der ist auch schon da und Pascal schawenzelt seit eingier Zeit schon um ihn herum und möchte unbedingt einen Testlauf starten.

SAMSTAG

Und da sind wir auch schon im Hier und Jetzt. Die Nächte in letzer Zeit sind ruhig für mich. Ella stillt noch ein, zwei Mal in der Nacht und manchmal auch einmal tagsüber. Je nachdem wie es mir auch gerade passt. Kürzlich war sie ganz erstaunt, wie die Milch gerade so aussieht, als ich etwas Kolostrum ausgestrichen und eingefroren habe – nur für den Fall, Berufskrankheit ;). Der Bauch stört sein ein paar Tagen etwas weniger, ich denke das habe ich den Senkwehen zu verdanken. Doch das Einschlafen, das fällt schwer. Immer am Abend kommt bei mir die Aufregung. Ein paar Mal sogar Anflüge von Angst, denn seien wir ehrlich: eine Geburt ist immer eine Grenzerfahrung und man kann sich noch so sehr vorbereiten, man weiß nie wie es kommt. Und nein, ich habe die Schmerzen nicht vergessen. Auch bei Ellas Geburt, die ansonsten wunderschön war hat es scheiße weh getan. Ja, davor habe ich Respekt. Und ja, manchmal habe ich keinen Bock darauf und möchte gern schnell kündigen.

Meistens bin ich aber einfach nur aufgeregt. Wie wird es sein, wann geht es los, wie werden die Nächte, wie reagieren die Kinder und ja, kann ich so schnell weiter arbeiten wie ich möchte. Das mag für viele seltsam klingen, aber ich habe nunmal eine Beruf gefunden, der auch Berufung ist. Der mir guttut. Und, das sage ich ganz ehrlich: das Geld ist auch nicht unwichtig. Tatsächlich habe ich keinen Mutterschutz vor der Geburt, es kann gut sein dass ich wirkich bis zum Tag X noch arbeite. Mit diesen Gedanken stehe ich auf, bin aber dank eines überheblichen Möchtegern-Gottes schnell abgelenkt, der online sein Unwesen treibt. Meine Güte, ich kann gar nicht zählen wie oft in an diesem Tag auf meine Zunge beiße um mich nicht auf das gleiche Niveau zu begeben!

Leider frisst diese Person mehrere Stunden meines Tages. Wie ich so etwas hasse. Wie ich den Ton im Internet manchmal hasse. Dafür genieße ich zwischendurch, dass Pascal arbeitet und ich schön daneben sitze. „Meine“ Arbeit ist bereichts getan: der Wickeltisch, in dem wir alle Babysachen verstauen und auch fast alles für die Geburt, ist befüllt. Alles ist in passende Körbchen gefüllt, Surfbretter, nette Damenwindeln, und auch Calendulaessenz für die Wundpflege und für gefrorene Binden zum kühlen stehen bereit. Besonders bei der Wäsche waren die Kinder ganz fleißige Helferlein. Irgenwie ist der Tag dann auch schon rum. Am Abend zieht es wieder ordentlich im unteren Rücken. Wie gut, dass Pascal mittlerweile sehr geübt im massieren und Druck ausüben an den richtigen Stellen ist.

SONNTAG

Ich hätte mich nicht so über die ruhigen Nächte freuen sollen. Erst in den frühen Morgenstunden schlafe ich so richtig ein. Das Köpfchen drückt gerade ständig auf die Blase. Vor ein paar Tagen sogar so dermaßen fieß auf den Ischias, dass ich mich kaum bewegen konnte. Na, wenigstens kann ich lange liegen bleiben. Als ich aufstehe haben die drei schon gefrühstückt. Ich arbeite ein wenig und dann drehen wir eine Runde im Park. Es ist so warm, dass die Kinder ohne und ich mit dünner Stoffjacke rausgehen. Vor kurzem hat Leo ja einfach mal so Fahrradfahren gelernt, heute hat er aber aus unerfindlichen Gründen keinen Bock und schiebt. Ella ist begeistert wie immer und fährt wie ein kleiner Rambo. Ich versuche dabei, hinerherzuwatscheln. In den letzten Tagen ist es noch einmal viel anstrengeder geworden. Es drückt nach unten, und immer wieder kommt mal eine Wehe und zwingt mich zu Pausen.

Dennoch brauche ich jeden Tag dringen Bewegung, besonders seit ich meinen täglichen Sport nicht mehr machen kann. Ich habe da ordentlich Hummeln im Hintern! Na, bestimmt ist er deshalb so dick! Zum Ende hin kann ich nicht mehr anders als zu watscheln und bin dann doch froh, dass ich es bis nach Hause geschafft habe. Im Wohnzimmer kann ich dann nicht mehr anders und muss tönen, so viel Druck! Und was macht mein Leo? Kommt angelaufen (statt wie bis vor kurzem eher verunsichert zu sein) und streichelt meinen Bauch. Redet mit seinem Geschwisterchen. Ach, was geht mir da das Herz auf! Sicherheitshalber darf Pascal dann vorm Badezimmer Wache sitzen, während ich Dusche. Kurz darauf ist alles wieder ruhig und wir machen Pause. Mit Eis im Hof!

Am Abend steht für mich noch Arbeit an und es werden Spaghetti Bolognese und Pfannkuchenreste aufgewärmt. Und dann mal sehen, ob das nächste Wochenende in Bildern noch mit Babybauch sein wird. Ab da dürfte die Geburt hier zuhause stattfinden. Mehr zu uns findet ihr fast täglich auf Instagram

Wie immer geht es hier zum WiB von Alu und Konsti

4 Gedanken zu „Baby Count Down: SSW 37, Hausgeburt und WiB 20./21. Februar“

  1. Hey, schön von euch zu lesen. Ich hab immer mal an euch gedacht.
    Nun bleibt mir nur noch, alles Gute zu wünschen, für die letzten Tage mit Baby im Bauch, dass es so lange drin bleibt, bis es zu Hause kommen darf und für die Geburt.
    LG von TAC

  2. Erika Hammermüller

    schön zu lesen, dass es euch gut geht und alle vorbereitungen soweit getroffen sind. ich wünsche euch alles gute und eine schöne geburt. meine waren auch immer ganz aufgeregt und es ist immer wieder ein abenteuer und ein kleines wunder wie sich die konstellation innerhalb der kinder immer wieder neu fügt. ich freue mich für euch.

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