Auf und Ab: Wochenende in Bildern 19./20. Dezember

WAS BISHER GESCHAH

Letztes Wochenende war es blogtechnisch ruhig, denn die Tage waren voll. Am Samstag und Sonntag haben wir noch einige Plätzchen gebacken. Hier zu sehen sind die Pfeffernüsse (das Rezept findet ihr hier). Während ich die etwas kniffligeren Plätzchen gemacht und dabei geflucht habe wie ein Rohrspatz, durften die Kinder sich am eilosen Teig ausprobieren. Heraus kamen am Ende kleine Gehirne…die irgendwie komisch schmeckten. Denn ich hatte tatsächlich den Zucker vergessen. Nunja. Wenn man keine Süßware erwartet, dann sind sie tatsächlich äh…mal was anderes. Mit Marmelade und als Suppeneinlage sogar recht lecker. Am Ende des Tages waren die geplanten Plätzchen fertig – nur ich war noch fertiger. Den schnellen Grießbrei für mich habe ich dann direkt mal anbrennenen lassen. So dass der Topf nicht mehr zu gebrauchen war. Erinnert mich gerade an das Welche-Sauerei-ist-schlimmer Debakel vor einiger Zeit, als ich mich zwischen überkochendem und in alle Ritzen laufenden Grießbrei und quer über den Boden kotzen entscheiden musste. Erzählt einem vor der Schwangerschaft auch keiner. Vielleicht auch besser so.

Bis auf den Topf haben wir das Wochenende also mehr oder minder schadlos überstanden. Nicht, dass es sich für uns noch groß von den anderen Tagen unterscheidet, denn nun hat der Mann Urlaub und wir alle Vier sind den ganzen Tag zuhause. Juchu. Na, immerhin hat uns der erneute Lockdown weder überrascht, noch ändert sich etwas für uns. Wir halten uns seit Wochen an die jetzt für alle geltenden Regelungen und zahlen munter weiter nicht gerade wenig Kitabeiträge. Um die Freude zu steigern, muss ich zum Ende des Jahres auch noch viel Geld locker machen: es muss nun wirlich der Zahn gerade gerückt werden. Und weil ständige Schmerzen, Fehlfunktion und alle paar Wochen schief sitzende Füllungen noch lange keine Beteiligung der Krankenkasse rechtfertigen, dürfen wir da ca 5000€ berappen. Die Alternative: einen gesunden Zahn, der die größte Kauleistung auf dieser Seite schultert, ziehen. Ach, wie ich unser Gesundheitssystem liebe!

Dazu kommt nochmal ein ordentliches Sümmchen für eine neue Brille. Das habe ich schon viel zu lange vor mir hergeschoben. Die Messung ergab: für knapp 10 Jahre hat sich erfreulich wenig an der athmosphärischen Sehstärke geändert, dafür deutlich mehr Hornhautkrümmung. Also einmal ein neues Gestell, denn so langsam würde ich wirlich mal ein größeres scharfes Sichtfeld haben UND das alte ist so alt, dass es dafür nicht mal mehr Ersatzteil gibt. Und nochmal halbwegs zurechtbiegen hält mein treuer Begleiter nicht mehr aus. Als ich die neue Sehhilfe abhole, muss ich erstmal ordentlich schlucken: Da sind ja krasse Falten und Augenringe! Die wurden bisher charmanterweise von den roten Brillenrändern verdeckt. Uffi. Dafür sehe ich jetzt auch bei allen andern Menschen die Falten in Ultra HD oder 4k. Also ein bisschen ausgleichende Gerechtigkeit. Trotz meiner Befürchtungen gewöhne ich mich sogar sehr schnell an mein neues Gesicht. Ich und Neues – das ist ja immer so eine Sache. Was sagt ihr?

Das richtig Schöne kommt dann aber doch: wir machen einen kleinen Spaziergang zu Anke. Wer Anke nicht kennt: guckst du hier: Lächeln und Winken. Tatsächlich wohnt sie eine Straße weiter als unsere lieben Freunde, bevor diese beruflich weggezogen sind (Wir vermissen euch!). An diesem Tag holen wir ein paar Babysachen und ein Bobby Car ab (und bedanken uns mit Chips). Wie gern hätte ich das mit einem richtigen Gespräch verbunden, denn ach was liebe ich Anke für ihren Humor und ihre erfrischende Art. Ganz Corona-konform stehen wir aber nur an der Türschwelle und die Kids labern ihr ein Knopf ans Ohr. Oder zehn Knöpfe. Währendessen versucht Ella, mir meine Hose runterzuziehen um meinen Babybauch zu präsentieren. Aber hey, es kommen auch wieder andere Zeiten. Und auf die freue ich mich.

Bis auf leise Eheverzweiflung (übrigens haben sich tatsächlich so eingige angeboten, und zwar ausschließlich Frauen 😉 ) vergeht die Woche ruhig. Wir backen die letzten Plätzchen, es ist alles geschmückt und auch alle Geschenke sind da. Das ist auch gut so, denn ich merke wie schwanger ich bin. Meinen Sport habe ich nun auf 10-15 Minuten verkürzt, Liegen geht eigentlich jetzt schon gar nicht mehr. Und meine Symphyse…huiuiui. Mein Lichblick: ich habe hier im Haus eine furchtbar liebe Mit-Schwangere, die mir auf den Tag genau 4 Wochen voraus ist. Da fühle ich mich direkt weniger allein! Ja, zumindest ein paar Spaziergänge zu zweit sind dann möglich. Ich muss dazu sagen: auch ohne Pandemie bin ich sehr froh darüber, denn ich bin absolut nicht der Krabbelgruppen-Typ. Nur weil man eben Kinder hat, muss man sich noch lange nicht mögen.

Am Ende der Woche packt mir aber dann doch der Corona-Blues. Für einen Blogbeitrag reicht die Kraft nicht, doch auf Insta könnt ihr meine aktuellen Gefühle lesen. Und nächste Woche hoffentlich meinen Corona-Rant Teil 1: Schul- und Familienpolitik.

SAMSTAG

Ich sagte es bereits: ich bin mittlerweile sehr schwanger. Heute beginnt SSW 28, und damit die letze Woche im 7. Monat. Mein Bauch allerdings sieht schon nach Monat 9 aus. Ohne Witz, bei den Großen (Ellas Geburt) habe ich ja bis zum Schluss meine Hosen tragen können und der Bauch war vor der Entbindung (Leos Geburt) in etwa so groß wie jetzt. Und das Kind darin ist wirklich, wirklich stark. Pascal witztelt schon, dass man sich im Termin vertan haben muss. Und ganz ehrlich: diesmal ist es sehr wichtig, dass der Bauchzwerg nicht früher als 3 Wochen vorm ET kommt. Sonst kann ich meine Hausgeburt nämlich vergessen.

Die Nacht ist daher mal wieder recht schlaflos. Sicher kommen auch die Ungewissheit und die Sorgen des Jahres dazu. Pünktlich um zwei Uhr früh fällt mir dann ein, dass die acht Liter Bio-Milch am Dienstag gar nicht bei der Bestellservice Lieferung dabei waren. Was man Nachts halt so denkt…Die erste Tat am Morgen ist also Warten in der Hotline. Zumindest soll mir nun die Differenz wieder zurückgezahlt werden. Passend dazu bekomme ich per Mail eine Antwort auf meine Reklamationsanforderung von vor 2 Monaten. Das nenne ich mal eine schnelle Bearbeitung! Nach dem Einkauf …sorry es ist jetzt Samstag Nachmittag und ich weiß nicht mehr was ich eben die ganze Zeit gemacht habe.

Gut, machen wir nach der möglichen Alien-Entführung mit Blackout mit Kakao und Süßkram weiter. Wir brauchen nämlich Platz im Froster und so taue ich in den letzten Tagen Teilchen und Co auf und es gibt Eis, dass gegessen werden muss. Danach gibt es ein bisschen Videotelefonie mit meinen Schwiegereltern und die Kinder ticken wie jedes Mal aus und rennen ständig in die Küche um sich die eigentlich vollen Bäuche noch voller zu stopfen. Ich schaue neidvoll zu, denn mein Magen…ach sprechen wir lieber nicht darüber.

Später gibt es Toastpizza und ich packe die kleinen Geschenkchen für meine Eltern ein. Denn morgen beginnt bei uns schon die Weihnachtsfeierei. Wie jedes Jahr schön zeitlich entzerrt, fahren wir also am 4. Advent zur Ersten Bescherung (das letzte Mal zu Viert!), meine Schwiegereltern kommen am 25. zu uns für einen Weihnachtsbrunch. Große Familienrunden gibt es also nicht. Ich sehe es mit einem weindenden und einem lachenden Auge. Denn zu viele Menschen sind mir jetzt einfach zu anstrengend. Was mir aber fehlt: ein paar Freunde und liebe Menschen, die ich eh viel zu selten sehe, und mit denen ich so gern zumindest ein paar Stunden beisammen sitzen würde.

SONNTAG

Ab heute beginnt für uns die „Weihnachtswoche“: es geht zu meinen Eltern zur ersten Bescherung. Da wir erst spät heimkommen, gibt es nur ein kleines schnelles Bild. Weiter geht es dann bei uns am 24, nur wir Vier und am 25. kommen meine Schwiegereltern zum Brunch. Wie macht ihr es dieses Jahr? Und vermisst ihr die Besucherei, oder seid ihr dankbar für die Ruhe?

Wie immer geht es hier zum WiB von Große Köpfe

2 Gedanken zu „Auf und Ab: Wochenende in Bildern 19./20. Dezember“

  1. Ach, ich wünsch dir die nötige Ruhe, die du brauchst, um deinen Alltag zu schaffen, vor allem nachts. Gedankenkarussell ist nervig…
    Ich vermisse hauptsächlich das Selbstbestimmen, wann ich wen wo treffe und wo ich hingehe (z.B. ein oder zweimal Weihnachtsmarkt). Und mir fehlt nach wie vor das Singen im Kirchenchor. Seit neuestem sind sämtliche Gottesdienste verboten, Weihnachten ohne Krippenspiel und der Aufregung, ob „meine“ Engelchen immer richtig laufen…
    LG von TAC

  2. Pingback: Notdienst statt Gottesdienst: Weihnachten 2020 und WiB – Last AND Least! – Unterm Dreck ist's sauber

Schreibe einen Kommentar zu TAC Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.